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Herbarium, ein Tagebuch aus Trockenpflanzen

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Es spielt keine Rolle, unter welchem Aspekt Sie sich ein Herbarium anlegen wollen, es wird sich in jedem Fall als ein sinnvolles Hobby herauskristallisieren

Beim Anlegen eines Herbariums sind Ihrer Sammler-Leidenschaft keine Grenzen gesetzt. Von den Alpen bis zur Nordsee warten viele Pflanzen darauf, von Ihnen neu entdeckt und gesammelt zu werden.

 

Herbarium, ein Tagebuch aus Trockenpflanzen

 

Blumen für immer

Das Herbarium – vom lateinischen Wort Herba, auf deutsch „Kräuter“ – war im Mittelalter die Sammlung von Heilkräutern, die ein gelehrter Heilkundler kennen musste. Getrocknetes bewahrte man auf im Kräuterbuch als Gedächtnisstütze, als Nachschlagewerk und als Lehrmittel für den Ärztenachwuchs. Noch heute gehört das Anlegen eines wissenschaftlichen Herbariums in vielen Ländern zum Studium der Medizin, Pharmazie – und natürlich der Botanik.

 

Weniger wissenschaftlich, dafür aber sehr persönlich sind berühmte Herbarien der Geschichte. Das älteste Beispiel von konservierten Pflanzen durch gezielte Trocknung findet sich heute im Britischen Museum von London. Es handelt sich um einen Blumenkranz aus einem 2000 Jahre alten römischen Grab. Noch heute leuchten seine Farben.

 

Blumenkarten  

Gepresste Blumen, Rollholz und Kleber, mehr brauchen Sie nicht für diese Blumenkarten

 

 

 

 

 

 

Ein Tagebuch aus Trockenpflanzen

Aus dem vorigen Jahrhundert, der „Blütezeit“ der Herbarien in Europa, stammt das bekannteste und bewegendste Beispiel. Es sind die „Blumen-Erinnerungen“ der englischen Königin Viktoria. Ein dickes Album gepresster Pflanzen, die die Königin gemeinsam mit ihrem Gemahl Albert über viele Jahrzehnte hinweg gesammelt hat.

 

Handschriftliche Eintragungen, Orte, Daten und Gedanken neben Stiefmütterchen und Heidekraut zeugen von den gemeinsamen Erinnerungen des Paares. Das Album endet mit den getrockneten Blumen von Alberts Sterbebett und von seinem Grab.

 

Pflanzen richtig legen  

Legen Sie die Pflanzen so, dass Merkmale erkennbar sind

 

 

 

 

 

 

Tipp

Haben Sie eine Pflanze gefunden, die in Ihrer Sammlung noch fehlt, dann schneiden Sie immer nur den oberirdischen Spross ab bzw. einen Teil davon. Einerseits bleibt so die Pflanze draußen am Leben und kann weiterwachsen – andererseits wirken Wurzeln im Herbarium unscheinbar.

 

 

Lehrreiches Hobby

Es spielt keine Rolle, unter welchem Aspekt Sie sich ein Herbarium anlegen wollen. Es wird sich in jedem Fall als ein sinnvolles Hobby für Pflanzenliebhaber herauskristallisieren. Viel Freude werden Sie dann mit Hilfe der in jeder guten Buchhandlung oder Bücherei erhältlichen Standardliteratur, beim Bestimmen der Blume oder des Krauts, das Sie gerade mit nach Hause gebracht haben, empfinden. So ganz nebenher lernen Sie dann die heimische Blumenwelt besser kennen, erfahren, welche Heilkräuter es gibt und wo sie ihre Anwendung finden.

 

Notieren  

Notieren Sie Fundort, -Datum und typische Merkmale

 

 

 

 

 

 

Farben im Wandel

Pflanzenfarbstoffe, besonders die leuchtenden, sind nicht immer so dauerhaft, wie die weiter oben erwähnten im Blumenkranz aus dem römischen Grab. Oft verblassen sie mehr oder weniger, was aber ihrem Charme – ob im Poesiealbum oder in der Sammlung – keinerlei Abbruch tut. Manche Blüten verlieren wenig – ebenso wie Gräser – von ihrer Farbe. Vorausgesetzt natürlich, dass sie richtig vorbereitet und richtig gepresst wurden.

 

Seltene naturgeschützte Pflanzen, wie z. B. Orchideen, Edelweiß oder Enzian, wird jeder wahre Blumenfreund natürlich unberührt an ihrem Platz stehen lassen.

 

Blüten  

Sie können Blüten zu einem schönen Bild pressen

 

 

 

 

 

 

Richtig vorbereiten

Es versteht sich von selbst, dass Sie die Pflanze vorsichtig pflücken sollten, um sie nicht zu beschädigen. Vor dem Pressen waschen Sie die Pflanze bitte äußerst vorsichtig in lauwarmem Wasser, dem Sie einen winzigen Schuss Spülmittel zufügen, ab. Danach dürfen Sie sie leicht abschütteln und für wenige Stunden an einen luftigen Ort zum Trocknen aufhängen. Sobald die Oberfläche trocken ist, beginnt das eigentliche Pressen.

 

Pflanzenpresse  

Eine ideale Presse für mehrere Pflanzenblätter

 

 

 

 

 

 

Richtig Pressen

Packen Sie die Pflanze, die Sie nach Wunsch arrangiert haben, zwischen Zeitungspapier. Bedenken Sie vorher, dass nach dem Trocknungsprozess die Form der Pflanze nicht mehr zu korrigieren ist. Deshalb sollten Sie auch darauf achten, die Pflanze so auszulegen, dass Ihre wesentlichen Erkennungsmerkmale sichtbar sind. Haben Sie gleich mehrere Pflanzen? Dann schichten Sie ruhig mehrere Lagen von Pflanzen zwischen Zeitungspapier und saugfähigen Fließpapiertücher zu einem Stoß aufeinander.

 

Als Unterlage sollte eine ebene Fläche dienen. Stellen Sie dann Gewichte wie Bücher oder Steine obenauf. Jetzt brauchen Sie Geduld. Nach etwa 4 Wochen sind die Pflanzen gepresst und völlig ausgetrocknet. Mit einem winzigen Tropfen Klebstoff dürfen Sie sie nun auf Papier kleben. Hier empfiehlt sich ein nicht holzfreies Papier, so wie es in Künstlerfachgeschäften erhältlich ist.

 

Diese Blätter können Sie nun im Album sammeln oder vielleicht auch hinter Glas im Rahmen damit Ihre Wohnung schmücken.

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